Mit der Reformation nahm das Pilgerwesen ein jähes Ende. Die radikalen Reformer hatten nichts dafür übrig. Zudem war das Pilgerwesen durch eine Reihe unschöner Begleiterscheinungen belastet. So verlor Jodok mit einem Schlag seine wichtigste Rolle als Patron der Pilger. Übrig blieben an den Pilgerrouten seine Kirchen und Kapellen, der größte Teil vor 1500 entstanden. Sogar die Abtei St. Josse z. B. wurde 1772 aufgehoben und ein paar Jahre später eingerissen.
Seit 500 Jahren war dieses kultische und kulturelle Erbe dem Zeitgeist schutzlos ausgesetzt. Kein gemeinsames religiöses Interesse hielt mehr seine schützende Hand über dieses Erbe. Es waren schließlich nur noch die einzelnen Kirchen und Gemeinden selber, die dieses Erbe behüteten - oder auch nicht. So blieb der Kult in manchen Gegenden lebendig bis auf den heutigen Tag; andernorts verfielen Kirchen und Kapellen, weil sie ihre Begründung vergessen hatten.
"Europäisches Kulturgut"
Heute begegnen uns in diesen bestehenden Kirchen und Kapellen ein immer noch eindrucksvolles Netz von "stummen" Zeugen einer vergangenen Zeit, die uns einladen, sie wieder zum Sprechen zu bringen.
Wir leben heute in einem Europa, dessen Grenzen nahezu bedeutungslos geworden sind. Dazu passt bestens ein Patron, dessen Spuren schon einmal wie ein Netz ganz Europa überzogen haben. Ob es sich lohnt, diesem kulturellen und kultischen Erbe nachzugehen, müssen wir zunächst selber entdecken und beantworten.
Unsere Bemühungen bündeln!
Keiner kann allein das weitere Vergessen stoppen. Aber miteinander könnten wir versuchen zu erhalten und zu verlebendigen, was noch vorhanden ist. Drei Ansätze aus unterschiedlichen Richtungen:
A - Die Association (im Zentrum),
B - durch Luxembourg (als Multiplikator) und
C - wir selber? (daheim vor Ort)
vernetzt durch diese Homepage, wenn Sie es wünschen.